Wieso ETFs

Beim ETF finden wir die Vorzüge zweier Anlageformen in einem Finanzprodukt vereinigt:

·         Risikodiversifikation durch eine breite Streuung der Anlagen.

Dies ist ebenso bei den klassischen Fonds der Fall, wobei ETFs bei einer exakten Replikation des Index noch breiter gestreut sind – kein aktiver Fond repliziert die genaue Anzahl der Aktien eines Indexes sondern setzt auf eine beschränkte Auswahl an Aktien, die der Manager für interessant hält.

·         ETFs können wie Aktien zu jeder Zeit an der Börse verkauft und gekauft werden. Realtimekäufe und –verkäufe sind möglich.

 

 

Einfach

Mit keinem anderen Finanzinstrument ist es einfacher mittels einer einzigen Anlagetransaktion in einen kompletten Markt zu investieren.

Je nach Ausprägung der Risikobereitschaft oder Vorlieben, ist es dem Investor möglich in breiteste und sichere Allgemein-Index (DAX-ETF, S&P500-ETF, Dow Jones-Industrial ETF),zu investieren oder nur in ausgesuchte Teilmärkte oder Spezialmärkte.

Kostengünstig

Das Fondmanagement eines ETFs hat nur eine einzige Aufgabe – so exakt und reaktiv wie möglich einen bestimmten Index abzubilden. Diskussionen über die Gewichtung einzelner Aktienanteile, Umsatzzahlen und konjunkturelle Entwicklungen nehmen keine Arbeitszeit des Managers in Anspruch.

Im Vergleich zu klassischen, aktiv verwalteten Investmentfonds sind folglich die Organisations- und Managementkosten erheblich geringer.

Ebenso wird kein Ausgabeaufschlag erhoben, der oft bei aktiven Fonds die Gewinne deutlich anknabbert.

Wie sieht also die genaue Kostenverteilung bei einem ETF aus?

Ausgabeaufschlag/

Rücknahmegebühr:

Beim klassichen Fonds betragen Ausgabeaufschlag und Rücknahmegebühr bis zu 5 Prozent – beim ETF 0 Prozent.

Verwaltungsgebühren/

Gesamtkostenquote:

Wir unterscheiden zwischen den Verwaltungsgebühren, die sich aus den realen Managementkosten zusammensetzen, also dem Kostenaufwand für die Indexreplikation des Emittenten und der Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio – TER).

Bei der TER werden noch Werbekosten oder Lizenzgebühren mit eingebunden.

Oft werden die Begriffe im tatsächlichen Börsengebrauch nicht weiter differenziert.

 

An der Deutschen Börse liegt der Durchschnitt für Verwaltungsgebühren und Gesamtkostenquote bei 0,4 Prozent und schwankt zwischen 0,1 und 0,5 Prozent. Bei komplizierteren Zusammensetzungen können auch schon einmal 1 Prozent erreicht werden.

Die Verrechnung erfolgt auf Tagesbasis wobei die Gebühren automatisch vom Fondvolumen abgezogen, so dass dadurch die Performance verringert wird.

Wie hoch die Verwaltungsgebühr und Gesamtkostenquote

für den von Ihnen gewählten ETF sind, erfahren

Sie auf boerse-

frankfurt.de, indem Sie Name, Wertpapierkennnummer

oder die International Securities

Identification Number (ISIN) in die Kurssuche eingeben.

Unter der Überschrift „Gebühren“ werden auf dem

Stammdatenblatt beide Posten aufgeführt.

Handelskosten:

Der Spread ist beim grössten Teil der ETFs sehr gering.

Der Spread bezeichnet die Unterschiedsspanne zwischen Geld- und Briefkurs.

Der Spread ist abhängig von der Liquidität und fällt um so kleiner aus, je grösser die Liquidität ist.

Spreads bei 0,04 Prozent sind bei ETFs keine Seltenheit.

Weitere Kosten:

Neben den oben genannten Kosten fallen noch Ausgaben für Orders an der Börse an.

Die Höhe der Orderkosten hängt vom depotführenden Broker ab, wobei Direktbanken bei kleinen Geschäften um die 8 bis 10 Euro pro Order verlangen.

Bei ETF-Sparplänen fallen dies Kosten oft ganz weg – ein weiterer Grund, welcher für diese Investmentform spricht.

Ausser den direkten Orderkosten kommen noch allgemeine Bankgebühren für die Depotführung.

Verwendet werden diese etwa für die Verwaltung der

steuerlichen Freibeträge und die Ermittlung der zu versteuernden

Zwischengewinne.

Transparent

Während der Anleger beim aktiv verwalteten Investmentfonds 3 Monate bis zum Quartalsende warten muss, bis er erfährt wie sein Portfoliobestand aussieht, ist der ETF-Investor täglich auf dem neusten Stand über die Art und Weise, wie sein Geld angelegt ist.

Zusammensetzung, Preise, Handelsvolumen oder Spread

des Indexfonds werden täglich vom ETF-Emittenten bekannt gegeben. Die genauen Handelsdaten sind auf deren Internetseiten oder auf boerse-frankfurt.de jederzeit einsehbar.

Darstellung des Fondsvermögens durch den iNAV

Der iNAV ist der indikative Nettoinventarwert (Indicativ Net Asset Value – iNAV)und wird minütlich berechnet und angezeigt.

Der iNAV ist ein Näherungswert des Fondsvermögens

im Handelsverlauf wobei das Vermögen aller Einzelwerkurse des Portfolios zusammengerechnet wird und dann durch die Anzahl der im Umlauf befindlichen Fondsanteile geteilt wird. Für traditionelle Investmentfonds wird der Nettoinventarwert übrigens nur einmal am Tag gestellt.

Hohe Liquidität

Ein wichtiger Punkt für Anleger ist, die Möglichkeit, Ihr Investment schnell verkaufen und zu Geld machen zu können.

Dadurch das ETFs direkt an der Börse gehandelt werden, können sie wie Akten, zu jeder Zeit ge- und verkauft werden. Der Spread ist gering, so dass eine hohe Liquidität gewährleistet ist.

Market Maker stellen An- und Verkaufspreise.

Mann kann sogar mit einem einzigen Stück als mindesthandelbare Menge an den Markt gehen.

Gewährleistet wird die Liquidität durch die Erschaffung

neuer ETF-Anteile durch sogenannte Market Maker.

Dieser Vorgang nennt sich Creation/Redemption-

Prozess. Die Wertpapiere aus denen sich der ETF zusammensetzt, werden vom Market-Maker erworben

und dann gegen neue ETF-Anteile beim Emittenten eingetausch. Dadurch hat der

Market Maker dann eigenständig neue Anteile geboren..

Lediglich ein Engpass an verfügbaren Wertpapieren, könnte die Liquidität eins ETFs einschränken.

Hohe Risikostreuung

Dass ETFs in puncto Risikostreuung besser abschneiden als

eine Direktanlage in Aktien, ist offensichtlich. Doch

auch im Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds sind

Indexfonds in Sachen Diversifikation im Vorteil, denn

Fondsmanager setzen selten breit gestreut auf viele

Wertpapiere eines Marktes, sondern konzentrieren

sich

eher auf wenige Titel, die sie für besonders aussichtsreich

halten. Das kann sich rechnen, kann aber auch

daneben gehen.

Kein Emittentenrisiko

Grundsätzlich ist das Vermögen eines ETF vom

Vermögen des Emittenten getrennt, so dass bei einer möglichen Insolvenz des Emittenten die Existenz des ETFs nicht beroffen ist.

Im Gegensatz zu Zertifikaten gehören ETFs zum Sondervermögen des Emittenten, so dass ein Emittentenrisiko ausgeschlossen ist.

Große Auswahl

Mittlerweile können fast alle Anlagebereiche mit ETFs

abgedeckt werden, seien es Aktien auf einzelne Länder

oder Regionen, Staats- oder Unternehmensanleihen,

Rohstoffe, Immobilien oder Strategien. Auch die Zahl

der Emittenten wird immer größer.

Kein Wiederanlagerisiko

ETFs haben keinen Fälligkeitstermin, d. h., sie laufen

endlos. Investoren müssen also nicht am Ende einer

Laufzeit, wie etwa im Fall von Anleihen und Zertifikaten,

nach neuen Anlagen suchen, was mit Aufwand und

Kosten verbunden ist.

Dividendenbeteiligung

ETF-Anleger profitieren in jedem Fall von Gewinnausschüttungen,

sowohl mit ETFs auf einen Performanceindex

als auch auf einen Kursindex. Handelt es sich bei dem zugrunde liegenden

Index um einen Performanceindex,

fließen die Dividenden

ohnehin in die Entwicklung ein. Handelt es sich um

einen Kursindex, bei dem Ausschüttungen außen vor

bleiben, werden die Dividenden mindestens einmal jährlich

ausgezahlt.